Das Lager in Niederaichbach wird nicht voll werden. Auch nicht mit den sieben Fremdcastoren aus England. Nach der Salamitaktik wird man uns immer neue Transporte hierher präsentieren. Ein Endlager ist ja nicht in Sicht.

Sehr geehrte*r Fragesteller*in,

seit dem Jahr 2005 sind Transporte ins Ausland zur Wiederaufarbeitung deutscher Kernbrennstoffe gesetzlich verboten. Die Menge der hochradioaktiven Abfälle, zu deren Rücknahme sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verbindlich verpflichtet hat, ist daher begrenzt.

Insgesamt 25 Behälter müssen zurückgenommen werden; sechs davon wurden bereits in das Zwischenlager am Standort Biblis eingelagert. Die übrigen Behälter werden in die Zwischenlager an den Kernkraftwerksstandorten, Philippsburg, Isar und Brokdorf transportiert.

Die Verteilung der verbliebenen Behälter orientiert sich auch am Verursacherprinzip: Die größte Menge an Kernbrennstoff wurde aus niedersächsischen Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung in das Ausland transportiert. In Niedersachsen wurden bereits in der Zeit von 1996-2011 im Zwischenlager Gorleben 108 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung eingelagert. Aus Bayern wurde fast genauso viel Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung in das Ausland transportiert. Allerdings wurde bislang kein Behälter mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung nach Bayern zurückgeführt.

Die hochradioaktiven Abfälle werden ab Mitte des Jahrhunderts in ein Endlager verbracht. Alle Transport- und Lagerbehälter können zum Endlager abtransportiert werden. Die Zwischenlagerung bleibt somit zeitlich befristet.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr BGZ-Team