In Gorleben steht eine Riesenhalle für 420 Castoren mitten im Wald, im Niemandsland. Erst 113 Castoren sind drin. Warum fährt man die letzten paar Castoren nicht auch noch da hin, so wie es beschlossen war, sondern schickt sie von England aus durch ganz Deutschland bis nach Bayern?

Sehr geehrte*r Fragesteller*in,

die Verteilung der Abfälle im Zuge der Rückführung wurde mit breitem politischen Konsens von der Bundesregierung, den beteiligten Landesregierungen und den Energieversorgern als Verursacher der Abfälle beschlossen.

Die Ausgewogenheit der Verteilung wird zusätzlich durch die Berücksichtigung der Herkunft der Abfälle gewährleistet: Die Brennelemente, aus deren Wiederaufarbeitung die Abfälle entstanden sind, stammen auch aus den Atomkraftwerken in Biblis, Brokdorf, Isar und Philippsburg. Beispiel Isar: Bei der Wiederaufarbeitung der ins Ausland transportierten Brennelemente aus Isar 1 und Isar 2 sind zehn CASTOR-Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen angefallen. Sieben Behälter sind nun für die Rückführung an den Standort Isar vorgesehen.

Die hochradioaktiven Abfälle werden nach Ablauf der Rückführung in den Bundesländern zwischengelagert, aus deren Atomkraftwerken anteilig die größte Menge an Kernbrennstoff zur Wiederaufarbeitung in das Ausland transportiert wurde.

(Anmerk. der Redaktion): Eine ähnliche Frage wurde während des Livestreams beantwortet. Die Antwort finden Sie in der Aufzeichnung ab Minute 36:34 unter: https://forum-zwischenlagerung.bgz.de/themenforum-rueckfuehrung/

Mit freundlichen Grüßen
Ihr BGZ-Team