In Brokdorf hat es bei bestimmen Brennelementen Oxidation an den Hüllrohren gegeben. Wir wird geprüft, ob und wie sich das bei längerer Zwischenlagerung in den Behältern auswirken wird? Höhere Oxidation ist ja möglicherweise eine Gefahr für dich Dichtigkeit der Brennstäbe und könnte sogar auf die Kritikalität Einfluss haben. Wie prüfen Sie das? Ich vermute die Frage führt zu weit und passt nicht?

Sehr geehrter Herr Seifert,

es ist richtig, dass 2017 an einigen Brennelementen im Kernkraftwerk Brokdorf erhöhte Korrosion beobachtet wurde. Der Kraftwerksbetreiber PreussenElektra hatte dies als meldepflichtiges Ereignis an die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein gemeldet.

Aktuell sind diese Brennelemente noch nicht in Behälter verpackt und an die BGZ übergeben worden. Eine Bewertung der erhöhten Oxidschichtdicken mit Blick auf die Lager- und Transportfähigkeit obliegt dem Kraftwerksbetreiber PreussenElektra und ist nach unserem Kenntnisstand noch nicht abgeschlossen.

Grundsätzlich gilt, dass wir als BGZ nur solche Behälter annehmen und einlagern, die den lagerrechtlichen wie auch den verkehrsrechtlichen Anforderungen des Atomgesetzes genügen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr BGZ-Team