Herr Dr. Hoffmann, war die Aufgabe des Standortes Gorleben für die Einlagerung der WAA-Castoren nicht ein rein politisches Entgegenkommen an das Bundesland Niedersachsen für die Zustimmung im Bundesrat für das neue Endlagersuchgesetz? Wieviel mehr kostet es die WAA-Castoren nun an vier Standorte zu Transportieren (incl. aller Nebenkosten wie z.B. 4x zusätzl. Genehmigungen & Planung....

Sehr geehrte*r Fragesteller*in,

zur Rückführung der Abfälle aus der Wiederaufarbeitung auf die vier Standorte Biblis, Brokdorf, Isar und Philippsburg besteht Einigkeit zwischen Bundesregierung, allen beteiligten Landesregierungen und den AKW-Betreibern als Abfallverursacher.

Dieser breite Konsens ist für das Handeln der BGZ maßgeblich.

Zu Ihrer zweiten Frage:
Transporte werden von der BGZ nicht durchgeführt und liegen in der Verantwortung der Kernkraftwerksbetreiber. Informationen zu Transportkosten können wir Ihnen daher nicht geben. An den Standorten Biblis, Philippsburg, Brokdorf und Isar waren bzw. sind Genehmigungsverfahren nach § 6 AtG durchzuführen. Im 2019 abgeschlossenen Verfahren für den Standort Biblis sind Genehmigungskosten in Höhe von ca. 0,5 Mio. EUR angefallen. Da wesentliche Genehmigungsaspekte in dem „Pilotverfahren“ Biblis bereits von der Genehmigungsbehörde geprüft worden sind, erwartet die BGZ, dass die noch laufenden Genehmigungsverfahren für die drei anderen Standorte weniger Aufwendungen verursachen werden.

Daneben fallen an den einzelnen Standorten jeweils Aufwendungen für die Kalthandhabung der Behälter und somit gegenüber einem Transport nach Gorleben an drei Standorten zusätzlich an. Diese Kosten beliefen sich am Standort Biblis auf ca. 0,3 Mio. EUR.

Mit freundlichen Grüße
Ihr BGZ-Team