Wieso haben BASE und BGZ soviel Zeitdruck auf die Einlagerung der Castoren in Biblis gemacht. Angeblich sei das internationale Ansehen Deutschlands gefährdet, man müsste Entschädigungen zahlen. Dies wurde nie belegt. Was steht in den Verträgen zur Rückführung dazu drin? Wie kann es sein dass das "Ansehen" Deutschlandes höher wiegt als die Sicherheit von nicht reparierbaren Behältern??

Sehr geehrter Herr Neumann,

die BGZ hat während des Genehmigungsverfahrens für die Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung am Standort Biblis selbstverständlich keinen Zeitdruck auf das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) als Genehmigungsbehörde ausgeübt. Das BASE hatte im Dezember 2019 nach umfangreicher Prüfung die Genehmigung erteilt, nachdem die BGZ als Betreiberin des Zwischenlagers nachgewiesen hat, dass die hohen Anforderungen des Atomgesetzes jederzeit erfüllt werden. Diese Prüfung durch das BASE beinhaltete sowohl die Sicherheit, als auch den Schutz des Zwischenlagers vor terroristischen Angriffen.

Die BGZ hat von Anfang an die Hintergründe der Rücknahme der hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente kommuniziert. Dabei haben wir nicht mit dem internationalen Ansehen Deutschlands argumentiert, sondern auf die vertraglich vereinbarte und völkerrechtlich bindende Verpflichtung der Rücknahme der Abfälle hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr BGZ-Team